Der Hochbau hat eine lange Tradition. Die ältesten nachgewiesenen Hochbauten stammen aus Anatolien. Dort wurden Mauern entdeckt, die ihren Ursprung um 9500 v. Chr. haben. Sie wurden aus getrockneten Lehmziegeln aufgeschichtet, und das offenbar in guter baulicher Qualität, denn Teile der Mauerwerke sind heute noch intakt.

Ein historisches Paradebeispiel für gelungenen und robusten Hochbau sind die Bauwerke der Alten Ägypter, die heute nach bis zu 6000 Jahren immer noch in ihrer Präzision und Haltbarkeit zu bestaunen sind.

Wir bauen zwar heute nicht mehr für die Ewigkeit, dennoch sind solides Material und gute Architektur und Bautechnik heute wie früher die entscheidenden Faktoren für einen gelungenen Hochbau.

Für Häuser in Massivbauweise – also nicht aus Fertigteilen zusammengestellte Häuser – werden heute natürliche und künstliche Steine verwendet. Für künstliche Steine, wie zum Beispiel Ziegel, Kalksandsteine, Porenbeton- oder Leichtbetonsteine, gelten genaue DIN-Vorschriften. Unterschieden wird auch die jeweilige Steingröße. Wenn eine Breite von 11,5 cm überschritten wird, müssen Griffhilfen eingebracht sein. Qualitativ werden die künstlichen Mauersteine außerdem unterschieden nach Stein-Rohdichte, Witterungsbeständigkeit oder Druckfestigkeit.

Auch Naturstein wird heute noch gerne für den Hochbau verwendet. Die Steine müssen witterungsbeständig sein, wenn sie Wind und Wetter ausgesetzt werden. Die beliebtesten Gesteinsarten sind Kalkstein, Sandstein, Schiefer, Granit oder Gneis.

Genau wie bei den künstlichen Steinen werden die einzelnen Bauelemente mit Mörtel zusammengehalten. Über diesen wird nicht nur die Stabilität der Mauer erreicht, sondern auch statischer Druck abgeleitet. Der verwendete Mörtel muss zu den Steinen passen: dichte Steine = dichter Mörtel. Porige Steine müssen mit grobkörnigem, nicht zu fettem Kalkzementmörtel vermauert werden.

Das Aufeinandersetzen der Steine kann nach unterschiedlichen Techniken erfolgen. Pro Geschoss wird das Mauerwerk in der Regel mit einem Ringanker aus Stahl in sich stabilisiert.

Eine weitere Traditionsbauweise im Hochbau ist der sogenannte Skelettbau oder Fachwerkbau.

Mittlerweile haben sich im Hochbau weitere Techniken entwickelt, die moderne, lichte und auch besonders hohe Architektur zulassen. Aus dem Fachwerkbau hat sich der Stahlbau entwickelt, bei dem das Errichten großer Glasflächen bei relativ schmalen tragenden Elementen möglich ist.

Auch die Arbeit mit großen, durch Kräne bewegten Stahlbetonplatten hat sich durch ihre hohe Wirtschaftlichkeit etabliert.

Welche Bauweise Sie auch immer für Ihr Bauprojekt wählen, wir beraten Sie gerne bei der Materialbeschaffung und der Ausführung und wünschen „immer eine Handbreit Mörtel auf der Kelle“.