klinker2Bietet durch verschiedene Farben, Strukturen und Formate vielfältigste Gestaltungsmöglichkeiten

 

Woher der Name Klinker stammt, ist nicht ganz geklärt: Ist es der klingende Klang zweier Klinker, die aneinandergeschlagen werden oder doch der besondere Lehm, der früher Klink oder Klick genannt wurde? Eins ist jedoch sicher, dieser Baustoff hat sich seit einigen tausend Jahren in der Baupraxis bewährt.
Klinker sind bis zur Sinterung gebrannte Ziegelsteine und bestehen aus einem Tonerdgemisch aus Feldspaten (Silikat-Mineralen) und Schamotte (feuerfestes Gestein) sowie Wasser. Diese Mischung wird  industriell in Form gepresst. Bei denkmalgeschützten Häusern werden Klinker aber auch heute noch von Hand geformt. Vor dem eigentlichen Brennvorgang muss der Klinker erst austrocknen. Bei  einem Wassergehalt von 2 bis 3 Prozent kommen die Klinkerziegel in den Brennofen. Hier härten sie bei Temperaturen von 1100 bis 1300 Grad Celsius aus. Durch den Herstellungsprozess hat Klinker einen sehr geringen Luftporenanteil, daher ist er als langlebiger und widerstandsfähiger Baustoff bestens geeignet. Hochwertiger Klinker nimmt höchstens 2 Prozent Wasser auf. Klinker wird sowohl für die Verkleidung von Fassaden als auch für Pflasterarbeiten und Mauerwerke eingesetzt.
 
Fassadenklinker – pflegeleichter und stilvoller Außenschmuck für Ihr Haus
Wer sich für eine Fassade aus Klinkerziegel entscheidet, trifft eine gute und vor allem haltbare Wahl. Denn der natürliche Fassadenbaustoff ist absolut frost- und witterungsbeständig sowie wartungsfrei. Das Aussehen der fertigen Klinkerfassade hängt sowohl von der Farbe, der Struktur, dem Verband als auch dem Fugenbild bzw. der Fugenfarbe ab. Auch spielt das Format des Klinkers eine wichtige Rolle: Große Klinkerformate sorgen für eine ruhige und geordnete Fassadenfläche, während kleine Formate verspielter wirken. Fassadenklinker gibt es in mehr als 300 Farbtönen. Von grau, grau-blau, blau, braun, rot, gelb bis hin zu hellen Klinkersteinen reicht das Sortiment. Mit den unterschiedlichen Klinkern lassen sich sowohl moderne Baustile als auch rustikale und klassische Fassadenstile realisieren.

Pflasterklinker – robuster Wegziegel mit Charakter
Wege und Terrassenbeläge aus Pflasterklinker sind sowohl langlebig und pflegeleicht als auch lichtecht. Dieser natürliche Bodenbelag eignet sich für alle Außenanlagen. Die Oberfläche ist trittsicher und die gestalterischen Möglichkeiten sind wie beim Fassadenklinker fast unbegrenzt durch Farben, Formen, Formate und Oberflächenstrukturen. So kann der Klinker der jeweiligen Fläche, Umgebung, Belastung und Funktion optimal angepasst werden. Wer sich für eine gepflasterte Fläche aus Klinker entscheidet, sollte sich im Vorfeld auch Gedanken über das Verlegemuster machen: Reihenverband, Fischgrät-Verband, Block-Verband, kreisförmiger Verband, Schuppenverband oder eine Kombination der unterschiedlichen Verlegemuster. Generell gilt jedoch: Je größer die Beanspruchung der Pflasterklinker, desto höher sollte auch ihre Mindeststärke sein. Mauerklinker kommt bei stark belasteten Mauerwerken zum Einsatz. Er sorgt für hohe Stabilität und ist beim Massivbau sehr beliebt.

Die Vorzüge vom Klinker

  • Natürlicher und ökologischer Baustoff
  • Gute bauphysikalische Eigenschaften
  • Schadstofffrei
  • Langlebig, witterungsbeständig und lichtecht
  • Optimal für den Brandschutz, denn er fängt kein Feuer
  • Hohe Stabilität
  • Resistent gegen Umwelteinflüsse