anzucht gemuesesamenDer ambitionierte Gärtner beginnt schon jetzt mit der Planung für das kommende Gartenjahr.

Draußen wirbeln vielleicht noch die letzten Schneeflocken und der Garten ist noch in seiner wohlverdienten Ruhepause, aber der ambitionierte Gärtner beginnt schon jetzt mit der Planung für das kommende Gartenjahr. Da seine grüne Daumen aber langsam ungeduldig werden, kauft er bereits Gemüsesamen, die er im Haus selber vorziehen kann. Hierzu zählen Tomaten, Paprika, Chili, Kohlrabi, Zucchini, Auberginen, Gurken, Blumenkohl etc. Jeder Gärtner hat zur Anzucht seine ganz eigenen Methoden.

Quell- oder Torftöpfchen

Viele Gärtner empfehlen jedoch zur ersten Anzucht der Samen folgende Töpfe: Quell- und Torftöpfchen. Der Vorteil dieser beiden Pflanzsysteme ist, dass die feinen Wurzeln der noch jungen Pflänzchen beim Umtopfen oder Umpflanzen nicht beschädigt werden. Quelltöpfe sehen wie dicke Tabletten aus und müssen erst gewässert werden. Sobald sie aufgequollen sind, wird der Samen eingepflanzt, und sobald die Pflanze groß genug ist, kann sie mit dem Quelltopf in größere Töpfe oder in die Erde gepflanzt werden. Ähnlich funktioniert das Prinzip der Torftöpfchen. Diese werden mit Anzuchterde befüllt, und dann wird der Samen eingepflanzt. Auch der Torftopf wird beim Umpflanzen um die feinen Wurzeln belassen und verrottet langsam in der Erde.

Anzuchtschale und Anzuchterde

Viele Gärtner nehmen aber auch Anzuchtschalen mit Abdeckhauben für ihre Samenanzucht. Die Abdeckhauben erhöhen die Anzuchttemperatur und verhindern, dass die Keimlinge austrocknen. Die Anzuchtschalen werden vor der Aussaat mit Anzuchterde befüllt. Der Vorteil von Anzuchterde ist, dass sie keimfrei, wasserdurchlässig und nährstoffarm ist. Zur Anzucht von Pflanzen sollte auf keinen Fall normale Blumenerde verwendet werden, da sie zu viele Düngesalze enthält. Die Samen können verfaulen und gekeimte Pflänzchen gehen ein, da die Salze ihre feinen Wurzeln auslaugen.

Samen pflanzen und pflegen

Den Samen einiger Pflanzen wie zum Beispiel Tomaten, Chilis und den größeren hartschaligen Samen hilft es, wenn man sie über Nacht in lauwarmem Wasser oder Kamillentee vorquellen lässt. Die Samen sollten nicht zu eng aneinander in die Anzuchttöpfchen gelegt werden, ca. 3-4 Samen pro Topf. In vielen Samentüten sind für eine Anzucht viel zu viele Samen enthalten, diese können aber bei sachgemäßer Lagerung auch im nächsten Jahr noch gepflanzt werden. Auf jeden Fall sollten die Pflanzhinweise auf der Samentüte beachtet werden. Lichtkeimer benötigen zum Keimen unbedingt Licht, d. h. sie müssen auf der Anzuchterde liegen. Lichtkeimer müssen regelmäßig gegossen werden, da sie an der Oberfläche schnell austrocknen. Wie der Name schon sagt, sollten Dunkelkeimer mit Erde bedeckt werden. Nach dem Säen sollte man die Töpfchen mit Etiketten versehen, damit man auch weiß, was in welchem Töpfchen steckt. Das Gießwasser von Keimlingen sollte möglichst abgestanden und nicht zu kalt sein.

 

Kompetente Hilfe

In unserer Gartenabteilung in Adenau finden Sie alle nötigen Hilfsmittel wie Samen, Anzuchterde, Pflanz-, Quell- und Torftöpfchen, um ihr Gartenjahr schon jetzt optimal zu starten. Sollten Sie Fragen haben, wird sich einer unserer Mitarbeiter gerne um Sie kümmern und Ihnen mit Tipps und Tricks zur Anzucht Ihrer Samen zur Seite stehen.

Rezept für Anzuchterde

  • 1/3 reifer Kompost

  • 1/3 gereinigter und gewaschener Sand

  • 1/3 Gartenerde

  • etwas Gesteinsmehl

  • etwas Holzkohle

Die Zutaten gut sieben und dann vermischen. Damit die selbst gemachte Anzuchterde auch keimfrei ist, sollte sie sterilisiert werden. Die Erde kann in einen Brat-schlauch gefüllt werden und im Ofen bei 200 Grad 30 Minuten dämpfen.

Gute und keimfreie Anzuchterde finden Sie in unserem Gartencenter in Adenau.