insektenhotelEs muss nicht immer die Giftspritze sein

Nach dem sehr milden Winter verzweifeln viele Gartenbesitzer an der Invasion der Schädlinge, die sich auf Nutz- und Zierpflanzen niedergelassen haben. Viele Gartenfreunde greifen auf altbewährte Hausmittel wie Spülmittel- oder Kernseifenlösung zurück, um z. B. gegen die gefräßige Blattlaus vorzugehen. Aber schon nach ein paar Tagen sieht man wieder erstes Krabbeln und Kriechen von Ameisen, die den erneuten Befall der Pflanze mit Blattlaus & Co. ankündigen.

Ameisen und Blattläuse gehen eine Art Partnerschaft ein, von der beide Insekten profitieren. Die Ameisen beschützen ihre Blattläuse vor Feinden und befördern die Blattlauslarven an die jungen Blatttriebe der Pflanzen. Dafür erhalten sie als Dank ein süßes, nahrhaftes Sekret, welches die Blattläuse absondern. Von diesem Sekret ernährt die Ameise wiederum ihre Brut. Sobald der Gärtner also eine erhöhte Ameisenaktivität feststellt, sollte er die Spülmittelspritze auspacken oder in direkter Nähe zur Pflanze ein Insektenhotel platzieren.

In diesem „Hotel“ finden nützliche Insekten wie Wildbienen, Ohrwürmer, Grab-, Weg- und Schlupfwespen sowie Florfliegen eine geeignete Unterkunft und werden ihren Aufenthalt mit der kostenlosen Schädlingsbekämpfung und der Bestäubung der Gartenpflanzen danken. Das Insektenhotel ist meist eine Konstruktion aus Holz, welche in mehrere Quadrate unterteilt wird. Diese Quadrate werden mit verschiedenen Naturmaterialien wie Tannenzapfen, Ästen, Holzscheiben, Heu, Stroh, gelöcherten Backsteinen, Schilfrohr und Bambus befüllt.
Der Standort des Insektenhotels sollte sonnig, aber auch witterungsgeschützt gewählt sein. Hier finden die nützlichen Insekten optimale Brutbedingungen und lassen sich gerne nieder. In unserem Baumarkt Werkers Welt Schug in Adenau halten wir alle nötigen Baumaterialien für ein Insektenhotel bereit. Aber auch eine Auswahl an unterschiedlichen Insektenhotels finden Sie in unserer Gartenabteilung.

Unser Tipp: Ein Ohrwurmquartier bauen wir schnell aus einem Ton-Blumentopf, den wir mit Stroh, Heu oder Holzwolle befüllen. Danach wird ein stabiler Holzstab in direkter Nähe zur befallenen Pflanze platziert und der Blumentopf verkehrt herum darübergestülpt. Man kann auch einen Draht durch das Loch am Boden des Blumentopfes ziehen und den Topf verkehrt herum in der Pflanze aufhängen. Die nachtaktiven Ohrwürmer lieben diesen Unterschlupf für den Tag und danken es mit einem großen Blattlausfressen in der Nacht.