Bei dem ein oder anderen Hobbygärtner fängt Anfang des Jahres wieder der grüne Daumen an zu jucken. Kaum werden die Tage wieder etwas länger, gehen die Planungen für das neue Gartenjahr los: „Wo setze ich dieses Jahr das Gemüse? Welche Blumen sollen im Sommer wo blühen und welche Kräuter finden ein Plätzchen in meinem Garten?“ Für den ganz ungeduldigen Gärtner findet sich auch jetzt schon im Haus ein Kräuterplätzchen.
Auf der Fensterbank kann er neben Kresse, Schnittlauch, Petersilie und Basilikum auch Salbei, Majoran, Rosmarin, Oregano und Thymian ziehen. Wichtig ist, dass der Standort für die Kräuter sonnig, lichtdurchflutet und nicht der Zugluft ausgesetzt ist. Ein weiteres wichtiges Kriterium für das Wachstum der Kräuter ist die Erde. So benötigen Petersilie und Schnittlauch humusreiche Erde. Rosmarin und Salbei hingegen gedeihen am besten in einem Gemisch aus zwei Drittel Blumenerde und einem Drittel Sand.

Im Supermarkt werden mittlerweile viele vorgezogene Kräuter im Topf angeboten. Entscheidet der Gärtner sich für das „Fertigprodukt“, sollte es zu Hause schnellstmöglich in einen größeren Topf mit ausreichend Erde umgesetzt werden. Anschließend helfen ein kräftiger Rückschnitt und ein paar Wochen Verschnaufpause, die fortlaufende Ernte zu sichern. Eine größere Auswahl an Kräutern hat der Gärtner, wenn er sich für das Samentütchen aus unserer Gartenabteilung entscheidet. Der einzige Nachteil ist, dass er bis zur Ernte Geduld aufbringen muss, außer er sät Kresse. Dieses würzige Kraut keimt schnell und ist innerhalb von 7 Tagen erntebereit. Bei den anderen Kräutern ist es wichtig, darauf zu achten, ob es ein Licht- oder Dunkelkeimer ist. Oregano- und Basilikumsamen dürfen zum Keimen nicht mit Erde bedeckt werden. Petersilie und Schnittlauch entwickeln sich nur, wenn die Samen mit Erde bedeckt sind.

Hinweise und Pflegetipps finden sich auf der Rückseite der Samentüten. Als Pflanzerde eignet sich gute Blumenerde, angereichert mit etwas Humus. Ein guter Wasserabzug am Kräutertopf ist wichtig, damit die Pflanzen nicht im Wasser stehen. Sobald es die Witterung und der Platz im Garten zulassen, können die Fensterbänkler auch nach draußen gepflanzt werden.