Blüten bringen fröhliche Farbtupfer in grüne Gartenlandschaften. Blumen und Pflanzen werden so zu Blickfängen. In den sommerlichen Gärten thronen blühende Rosen im Beet. Und auch noch im Herbst verleiht manche Art mit edler Erscheinung ihrer ganzen Umgebung einen besonderen Glanz. Die Wirkung von Rosen lässt sich mit den passenden Stauden aber noch weiter steigern. Auch nachträglich kann ein bestehendes Rosenbeet mit Stauden ergänzt werden. „Die Blütezeit wird dadurch verlängert, der Garten erhält eine größere Form- und Farbenvielfalt und auch die Pflanzengesundheit, die bei Monokulturen ein Problem darstellt, verbessert sich“, so die Experten des Bundes deutscher Staudengärtner in Bonn.

Dass sich Stauden und Rosen gut vertragen, kommt nicht von ungefähr. Rosen lieben nährstoffreiche, tiefe Böden in sonniger Lage und ähneln mit diesen Ansprüchen vielen Stauden. „Im Moment ist es ein Trend, Stauden und Rosen Ton in Ton zu kombinieren“, sagt Staudengärtner Klaus-Peter Manig. Die Farbe Weiß steht dabei ganz oben auf der Beliebtheitsskala. Ein typisches Beispiel ist die weiße Spornblume. Sie entfaltet mit weißen Rosen eine großzügige, edle Wirkung. Eine warme Kombination bilden dagegen gelb- oder orangefarbene Rosen mit farblich passenden Stauden wie Schafgarbe oder Frauenmantel. Reizvoll sind auch Pflanzenarrangements, bei denen bewusst mit leuchtenden Farbkontrasten gearbeitet wird, etwa die Kombination von gelben Rosen mit blau blühendem Rittersporn.

Abwechslung ins Beet bringt für Staudenexperte Manig auch der Mix unterschiedlicher Blatt- und Blütenstrukturen. Runde Rosenblüten ergänzen sich gut mit aufrecht wachsenden Stauden oder Pflanzen mit kerzenförmigen Blüten. Duftige Sorten wie Verbena oder Schleierkaut umspielen Rosen und sorgen für Leichtigkeit im Beet.

Manig warnt allerdings vor einer allzu dichten Bepflanzung. Als Faustregel empfiehlt er: „Der Wurzelhals der Rose sollte frei bleiben und die Staude keine Wurzelkonkurrenz darstellen oder die Rosen zu sehr beschatten.“ Ist die Bepflanzung zu dicht, trocknet das Laub der Rosen nur langsam ab und begünstigt dadurch Pilzkrankheiten. Grundsätzlich sollte man Stauden auswählen, die den Rosen „den Vortritt lassen“. Starkwüchsige Pflanzen wie Frauenmantel oder Katzenminze sollte man im Auge behalten – und zur Not zur Schere greifen.

Eine attraktive Alternative, so Manig, ist die Kombination von Rosenstämmchen und Stauden. Hochstammrosen lassen sich ideal mit niedrig wachsenden Stauden unterpflanzen. Die Rosen „thronen“ dann über einem Teppich etwa von Glockenblumen oder Salbei – was die würdevolle Erscheinung der „Königin der Blumen“ noch unterstreicht.