Dabei hat Naturstein – je nach Gesteinsart – vielseitige bauliche Einsatzmöglichkeiten und wegen der verhältnismäßig wenigen Verarbeitungsschritte eine hervorragende Ökobilanz.

Der größte Teil der Erdkruste besteht aus verschiedenen Gesteinen, von denen allerdings nur ein geringer Teil als Naturwerkstein brauchbar ist. Zum einen muss das Gestein ansprechend sein, zum anderen bedarf es einer bestimmten Festigkeit und Beschaffenheit, die eine zielgerichtete Weiterverarbeitung ermöglicht.

 

Für den Außenbau wird häufig unbehandelter Naturstein verwendet, der zum Beispiel den Haussockel oder die gesamte Fassade schmücken und gleichzeitig isolieren kann. Als Bodenbelag für den Außenbereich ist Naturstein meist gebürstet oder beflammt. Beim Beflammen wird der Stein auf über 1000 Grad erhitzt. Dabei dehnen sich die Mineralien aus und platzen an der Oberfläche ganz fein auf. Das wiederum verdichtet das Gestein nach innen. Diese Bearbeitungsform sorgt für eine gute Trittfestigkeit.

Beim Innenausbau wird Naturstein häufig poliert verwendet. Dies ist zum Beispiel bei Fensterbänken, Küchenarbeitsplatten und Wandfliesen der Fall. Polierter Naturstein als Bodenbelag kann – gerade im Zusammenhang mit Feuchtigkeit – schnell rutschig werden. Außerdem sollte man bedenken, dass die glatte Oberfläche Sonne und Licht stark reflektiert und somit blendend wirken kann.

Grundsätzlich können Granit und Quarz gut oberflächenbehandelt werden, während Sandstein sich nicht für diese Art der Weiterverarbeitung eignet.

 

Der am häufigsten verwendete Naturstein beim Bau ist übrigens nicht einmal sichtbar. Dabei handelt es sich nämlich um Schüttgüter, die beispielsweise Untergründe befestigen oder feingemahlen als Basis für Zement dienen.

 

So oder so: Am Naturstein als Baumaterial kommen wir nicht vorbei. Wollen wir ja aber auch gar nicht!