Die Eifel ist ein Teil des „Linksrheinischen Schiefergebirges“ und in ihren größten Teilen – in Echtzeit – circa 400 Millionen Jahre alt. Es handelt sich um eines der wenigen vulkanisch aktiven Gebiete in Deutschland. Die letzten vulkanischen Aktivitäten erzeugten vor gerade einmal 11.000 Jahren die jüngsten Eifelmaare. Die vulkanischen Auswürfe bildeten ausgedehnte Decken aus Bims- und Tuffstein, die schon in der Römerzeit die Grundlage einer bedeutenden Abbautätigkeit zur Gewinnung von Baustoffen bildeten.

 

Naturstein ist in der Tat seit jeher ein beliebter und vielseitiger Baustoff. Importiert werden kann heute so gut wie jede Gesteinsart – alles eine Frage des Preises. Dabei hat gerade die Eifel geologisch so einiges zu bieten. Hier liegt der Naturstein bildlich gesprochen wirklich „vor der Tür“.

 

Wie der Name „Schiefergebirge“ bereits vermuten lässt, besteht die Eifel geologisch gesehen überwiegend aus Tonschiefer. Hinzu kommen die Gesteinsarten Kalkstein, Quarzit und Sandstein.

Gerade die landschaftstypischen Eifeler Hochflächen sind aufgebaut aus quarzitreichen Schiefern und Grauwacken.

 

Schiefer, Bims und Basalt werden auch heute noch in Bergwerken und Gruben abgebaut. Auch Lava, die vor allem im Tiefbau zur Erdbefestigung Verwendung findet, wird in relativ großen Mengen in der Eifel gewonnen. Eifel-Lava ist ein poröses vulkanisches Granulat, das braun, schwarz oder sogar grünlich schimmern kann. Es bildet den größten Teil der alten Vulkankegel, lässt sich leicht abbauen und eignet sich gut für den Unterbau von Straßen. Es besitzt hervorragende Eigenschaften in der Wasser- und Feuchtigkeitsableitung.

 

In den alten Vulkanschloten finden sich Kerne von hartem Basalt. Zerkleinert dient er als Schotter für Schienenwege, unzerkleinert als Werkstein.

 

Bimsstein findet man vor allem in der Gegend des Klosters Maria Laach. Nach dem Krieg wurde er in großen Mengen zu Leichtbausteinen für den Wiederaufbau verarbeitet.