dachausbauUm mehr Wohnraum zu schaffen, bauen viele Hausbesitzer den Speicher aus. Die richtige Dämmung ist beim Dachausbau für ein behagliches Wohnklima das A und O. Nur so bleiben die neuen Zimmer im Winter kuschelig warm und im Sommer angenehm kühl. Ebenso wichtig ist der Schutz vor Feuchtigkeit und Zugluft. Weder darf von außen Schnee oder Regen noch von innen Wasserdampf in das Gebälk eindringen.

Als Dämmstoffe können Naturdämmstoffe wie Kork und Schafwolle, weiche Matten aus Stein- und Glaswolle oder Schaumplatten aus Kunststoff oder Zellulose verwendet werden. Die Dämmstoffe sollten den Brandschutzanforderungen entsprechen und nicht brennbar sein. Im typischen Steildach kann die Dämmung auf drei verschiedene Arten eingebracht werden: auf, zwischen oder unter den Sparren. Bei einer Aufsparrendämmung werden die Dämmplatten vollflächig oberhalb der Sparren verlegt. Diese Dämmung eignet sich bei Neubauten oder wenn das Dach komplett neu eingedeckt werden muss. Durch die vollflächige Verlegung entfallen im Bereich der Sparren die Wärmebrücken. Bei der Zwischensparrendämmung wird der Dämmstoff zwischen die Sparren geklemmt. Dies ist häufig die einzige Möglichkeit bei einem nachträglichen Dachausbau. Hier können Matten aus Steinwolle, Glaswolle oder Naturdämmstoff, aber auch Hartschaumplatten verwendet werden. Da der Abstand zwischen Dachsparren nicht immer gleich ist, lassen sich am einfachsten Mineralfasermatten einpassen und verarbeiten. Diese Matten sind meist schon mit einer Dampfbremse aus Aluminiumfolie versehen. Die Dampfbremse verhindert, dass die Wärmedämmung feucht wird. Damit eine Dampfbremse auch luftdicht ist, muss auf eine saubere Verklebung der Überlappungen sowie der Randanschlüsse geachtet werden. Der passende Zuschnitt erfolgt mit Zollstock und Messer. Werden beim Dachausbau Hartschaumplatten verarbeitet, werden Keile aus dem Material zugeschnitten. Die Dreiecke werden diagonal gegeneinander verschoben, so dass sie dicht nebeneinander sitzen. Auch auf den Platten muss eine Dampfbremse aus Aluminium- oder Kunststofffolie angebracht werden.

Erst nachdem das Dach ordentlich gedämmt ist, kann der eigentliche Innenausbau beginnen.