Im Garten können die Tannenzweige gute Dienste leisten, indem sie als natürliche Abdeckung Beete, Pflanzen oder den Kompost vor Frost und Kälte schützen.


Sie können die abgeschnittenen Zweige in mehreren Lagen über austreibende Blumenzwiebeln und Stauden legen. Die zarten Triebe können gerade jetzt den Winterschutz gebrauchen.
Sobald es wieder richtig kalt wird, profitieren auch immergrüne Gehölze wie Buchsbaum und Kirschlorbeer von einem Schutz aus Nadelbaum-Zweigen. Diese Gewächse vertrocknen bei Frost oft, weil sie über ihre Blätter den ganzen Winter hindurch Wasser abgeben, aus den tiefgefrorenen Böden aber kein neues Wasser aufnehmen können.
Die Zweige des Weihnachtsbaums bieten den Pflanzen bei sonnigem Wetter Schatten und verhindern so, dass sie zu viel Wasser verlieren. Deswegen sollten sie groß genug sein, so dass sie über die Blätter gelegt werden können. Damit die Zweige nicht verrutschen, können sie leicht in die Erde gesteckt werden.
Zuvor muss das Dekorationsmaterial unbedingt gründlich von den Zweigen entfernt werden, denn es kann Besuchern wie Vögel, Mäuse und andere winteraktive Tiere durch Fressen zum Verhängnis werden.


Das übrige Geäst und die kleinen Zweige vom Adventskranz lassen sich geschreddert hervorragend als Mulch verwenden. Das Harz des Baumes entwickelt einen wertvollen Bodennährstoff. Als Feuerholz sollte man aufgrund des Harzes und der darin enthaltenen Öle jedoch nur den Stamm des Tannenbaums verwenden; allerdings auch erst dann, wenn dieser vollkommen getrocknet ist, da nasses Holz weder für den Kamin noch für die Nachbarschaft erfreulich ist.
Viele Menschen bringen ihre Tannenbäume auch zum Platz des nächstgelegenen Osterfeuers oder zur Feuerwehr. Aus diesen wird dann ein riesiger Turm gebaut und traditionell an den Osterwochenenden verbrannt.


Abgefallene oder abgestreifte Tannennadeln können getrocknet mit etwa 100 Gramm auf 2 Liter Wasser ausgekocht werden und bilden dann einen herrlichen Badezusatz voller ätherischer Öle, der jeder winterlichen Erkältung entgegenwirkt.
Wenn Sie die Tannennadeln getrocknet bis zum Frühjahr und Sommer aufheben, bilden sie einen guten Schutz gegen lästige Schnecken. Die locker über die Beete gestreuten Nadeln sind bei Kriechtieren als Untergrund nicht beliebt.