tapetenRichtig Tapezieren – eine Herausforderung,bei der man nicht nur das geeignete Werkzeug braucht

1. Gute Vorbereitung der Wand – ein absolutes Muss

Jetzt heißt es erst einmal die alte Tapete oder Tapetenreste wirklich restlos zu entfernen. Hilfreich kann eine Nadelwalze zum Einritzen, aber auch spezielle Tapetenlöser oder Heißdampfgeräte sein. Kleine Risse und Löcher sollten mit Gipsspachtel ausgebessert werden. Der Untergrund für die Tapete muss trocken, glatt, saugfähig und sauber sein. Manche Wände brauchen eine Grundierung, bevor die Tapezierei losgehen kann.

2. Genaue Rollenzahl berechnen und passenden Kleister einkaufen

In unserem Fachmarkt helfen Ihnen unsere Mitarbeiter gerne weiter, die genaue Tapetenrollenzahl für Ihr Zimmer zu ermitteln. Folgende Rechnung kann hierbei hilfreich sein: Raumumfang mal Raumhöhe geteilt durch fünf = ergibt die ungefähr benötigte Rollenzahl. Vorsicht aber bei Tapete mit Mustern: es könnte zu größerem Verschnitt kommen, daher lieber eine Rolle mehr einkaufen. Tapetenreste sollten für kleine Ausbesserungsarbeiten aufgehoben werden. Den passenden Tapetenkleister nicht vergessen.

3. Werkzeuge die beim Tapezieren

nicht fehlen dürfen

:: scharfes Tapeziermesser

:: Tapezierbürste

:: Zollstock

:: Kleisterpinsel, Eimer und Rührstab

:: Gummirolle

:: Senklot oder Wasserwaage

:: Nahroller

:: Tapezierschiene und Tapezierspachtel

:: Tapeziertisch

4. Strom abschalten!

Bitte schalten Sie vor dem Tapezieren den Strom im Raum ab. Jetzt können alle Abdeckungen von Steckdosen und Lichtschaltern entfernt werden. Diese werden übertapeziert und später mit einem Messer frei geschnitten.

5. Jetzt geht’s los

Zuerst einmal müssen die Tapetenbahnen zugeschnitten werden. Die richtige Bahnlänge ergibt sich aus dem Maß der Raumhöhe plus ca. zehn Zentimeter. Bei Tapeten mit Muster sollte Sie aber unbedingt Musterübereinstimmung, beachten. Jetzt wird der Tapetenkleister nach Packungsanweisung angerührt. Die Tapetenbahn auf den Tapeziertisch legen und dann mit dem Kleisterpinsel einkleistern - immer von der Mitte zu den Enden. Bitte kleistern Sie nur so viele Bahnen ein, wie Sie in 15 Minuten verarbeiten können. Jetzt muss die Bahn einweichen und zwar wird sie nach der Eindrittel-/Zweidrittel-Methode zusammengelegt. Achten Sie bitte darauf, dass die Kanten genau übereinander liegen ansonsten trocknen die Kanten zu schnell aus.

6. Die Wand ist dran

Nachdem die Tapete ausreichend eingeweicht ist, kommt die erste Bahn an die Wand. Damit das Endergebnis gerade ist, sollten Sie einen senkrechten Strich an die Wand – am besten mit einem Lot anzeichnen. Dieser Vorgang sollte an jeder Wand wiederholt werden, da keine Wandecke wirklich gerade ist. Die Tapete mit einem leichtem Überstand zur Decke hin an der Wand anbringen und von der Mitte aus mit Bürste oder Gummirolle blasen- und knitterfrei andrücken. Es kann sein, dass Kleister an den Seiten heraustritt. Diesen mit einem feuchten Baumwolltuch vorsichtig entfernen.

7. Der Deckenabschluss

Den Überstand der Tapete zur Decke hin sollten Sie sorgfältig mit Hilfe der Tapezierschiene in die Ecke drücken und die überstehenden Reste einfach mit dem Tapezier- oder Cuttermesser abschneiden. Haben Sie keine Tapezierschiene zur Hand, tut es auch der Rücken einer Schere. Vorsichtig die Tapete in die Ecke drücken, Tapete lösen und die Falzkante sauber abschneiden.

8. Ecken sauber verkleben

Bei Zimmerecken sollte die Bahn nicht mehr als zwei Zentimeter um die Ecke geklebt werden. Der überstehenden Teil wird mehrfach quer eingeschnitten. Diese Einschnitte werden um oder in die Ecke gedrückt. Bevor die nächste Bahn an der noch zu tapezierenden Wand angesetzt wird nochmal ausloten. Bei Innenecken tapeziert man die neue Bahn immer über den kleinen Überstand. Bei Außenecken kann diese Überlappungstechnik nur mit dünnen Tapeten angewendet werden.

Vorsicht – Dicke Tapeten müssen in den Ecken auch auf Stoß geklebt werden. Die Bahnen werden überlappend angebracht und dann mit Hilfe der Tapezierschiene und dem Messer gleichzeitig durchtrennt. Es entsteht der Doppelnahtschnitt. Die Kanten mit dem Nahtroller feste andrücken und die Reste entfernen.

9. Der Fensterausschnitt

Beim Fensterausschnitten sollten Sie die angrenzende Bahn so ansetzen, dass die Tiefe der Fensternische berücksichtigt wird. Dann wird die Tapete in Höhe der Fensterbank und Fensteroberkante eingeschnitten und umgeklappt. Die Bahnen über dem Fenster werden in den Sturz geklappt und zugeschnitten.

10. Die Decke – hier ist ein Helfer ist gefragt

Ist die Raumhöhe zu hoch, sollte ein kleines Gerüst aufgebaut werden. Bei normalter Deckenhöhe tut es eine Leiter. Einer richtet die Bahn aus und drückt sie mit Hilfe der Gummirolle oder der Tapezierbürste fest., während der Helfer den Rest der Tapetenbahn mit einem Besen hochhält.